Pulverturm (Ortsmuseum) Schwanden

Beschreibung

1756/57 wurde in Schwanden der Pulverturm für den reformierten Landesteil erbaut, ein Zeichen wiederholt aufflackernder konfessioneller Auseinandersetzungen. Ursprünglich, wie der Name vermuten lässt, war hier explosives Pulver gelagert, dies möglichst weit weg von den Häusern. Doch schon nach kurzer Zeit wurde der Pulverturm zum Archiv umfunktioniert. Heute ist auf engem Raum viel Interessantes über Schwanden zu finden.

Im Untergeschoss werden die "erloschene" Textilindustrie (Druckereien und eine Spinnerei), sowie die heutige Industrieen im Tschachen, die Brauerei und die Therma (Electrolux) von der Gründung bis zum heutigen Stand dargestellt. Auch über die Gemeinde Schwanden einst und heute erfährt man aus Plänen und Bildern interessante Details.
Im Obergeschoss sind die "kriegerischen" Objekte wie Gewehre, Säbel, Uniformen oder Feuerwehr- und Nachtwächter-Utensilien aus alten Tagen zu sehen. Speziell herausgehoben werden die Auswanderung nach Amerika, das spätmittelalterliche Eisenbergwerk auf der Guppenalp und die ältesten Dokumente aus dem Gemeindearchiv. Die Kirchen, reformiert und katholisch, präsentieren sich heute friedlich nebeneinander.
Sehenswert sind auch die Wappen der 36 Schwander Bürgergeschlechter, die zur Zeit des Turmbaus in Schwanden das Tagwenrecht besassen. Die Schwestern und Künstlerinnen Lill Tschudi und Adrienne Matter-Tschudi bemalten das Dachgewölbe des Obergeschossen in den 50er Jahren.
(aus: www.gukum.ch)

Besucher-Informationen

Ortsmuseum Schwanden

im Pulverturm

8762 Schwanden

 

Besichtigungen:

Auskunft und Anmeldung bei

Heiri Kundert

Tel. 055 644 34 67   Mobile  079 616 77 70

 

Der Pulverturm ist jeweils am letzten Samstag im Monat, von April bis September, geöffnet. Er kann nach Absprache auch ausserhalb der Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

 


Startseite Glarner Heimatbuch